Ein Auszug aus der Geschichte Lübbenaus

  • ca. 700 - 300 v. u. Z. – Germanische Stämme siedeln im Umkreis der heutigen Altstadt
  • 7. Jahrhundert - Lusizer errichten eine unbefestigte Siedlung unweit des heutigen Schlossbezirks
  • um 750 - Bau eines Holz-Erde-Burgwalls
  • 12. Jahrhundert - Deutsche Ritter nehmen die slawische hundert Siedlung ein, deren Burgwall bereits zuvor zerstört wurde. Auf den Ruinen des Walls entsteht eine frühgotische Burg. Die slawischen Überlebenden gründen das Dorf Lübbenau jenseits der Spree.
  • um 1300 - Siedlung Lübbenau erhält Stadtrecht
  • 29. September 1315 - Bodo von Ileburg verkauft die Herrschaft Lübbenau an den Ritter Christian Lange dem Älteren. Der dazugehörige Kaufvertrag, unterzeichnet auf der Burg in Luckau, ist das älteste überlieferte Schriftstück, das den Ort Lübbenau benennt. Er gilt deshalb als offizielle Geburtsurkunde der Stadt.
  • 1621 - Die Witwe des Grafen Johann Kasimir zu Lynar kauft für ihren Sohn Johann Sigismund die Standesherrschaft Lübbenau. Seit dieser Zeit prägte die Familie zu Lynar die Geschicke der Stadt entscheidend mit.
  • 1635 - Lübbenau gerät unter kursächsische Herrschaft. In der Folgezeit wurden sächsische Dragoner in der Stadt stationiert. Damit wurde Lübbenau eine Garnisonsstadt.
  • 1642 - Adam Bagge rettet den Grafen Johann Sigismund zu Lynar im Dreißigjährigen Krieg das Leben. 1664 wird er Bürgermeister von Lübbenau.
  • 1741 - Die Nikolaikirche wird nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt.
  • 1815 - Mit dem Wiener Kongress geht die Lausitz und mit ihr die Stadt Lübbenau an Preußen über.
  • 1866 - Die Eisenbahnlinie Berlin – Görlitz wird eröffnet. Eine weitere Linie folgt. Lübbenau wird zum Eisenbahnknotenpunkt und damit zur Eisenbahnerarbeiterstadt.
  • 1882 - Der Lehrer Paul Fahlisch beginnt Gesellschaftsfahrten zu organisieren zunächst nur von Berlin aus, später auch von Sachsen und anderen Gebieten. Er gilt daher als Begründer des Fremdenverkehrs.
  • 1957 - Die Aufschlussarbeiten für die Tagebaue Schlabendorf-Nord und Seese-West sowie der Bau des Wärmekraftwerks Lübbenau beginnen. Die entstehenden Arbeitsplätze führen zum Zuzug vieler Arbeitskräfte und einem stetigen Anstieg der Stadtbevölkerung. Südlich der Bahnlinie entsteht dafür bis in die 80er Jahre eine neue Stadt mit mehrgeschossigen Wohnhäusern und ca. 9.000 Wohnungen, die Lübbenauer Neustadt.
  • 1996 - Nach der politischen Wende wird der Tagebau rund um Lübbenau eingestellt und das Kraftwerk Lübbenau schrittweise stillgelegt. Viele Lübbenauer müssen sich auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren.
  • Sommer 1998 - Der Ausbau des Bahnhofstunnels wird fertig und schafft für Fußgänger eine kurze Verbindung zwischen den Stadtteilen.
  • 1999 - Die beiden großen Wohnungsunternehmen und die Stadt schließen sich zum städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Kooperationsprojekt LÜBBENAUBRÜCKE zusammen. Auf Grundlage des Lübbenauer Stadtentwicklungskonzeptes werden in den folgenden Jahren in der Neustadt innovativ und beispielhaft Gebäude umgestaltet und ein vernetztes Stadtparkkonzept umgesetzt.
  • 2002 - Die ersten von später 1.300 Wohnungen werden abgerissen und schaffen Platz für die attraktive Stadtentwicklung in der Neustadt.
  • Oktober 2003 - Die Orte Bischdorf, Boblitz, Groß Beuchow, Groß Klessow, Groß Lübbenau, Hindenberg,
    Kittlitz, Klein Radden, Leipe und Ragow werden eingemeindet.
  • 2006 - Die Stadt wird 30. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.
  • 2015 - Lübbenau/Spreewald ist eine lebens und liebenswerte, moderne und weltoffene Stadt, die sich bisher und auch in Zukunft den Herausforderungen der Zeit stellt.